Der Bezirksausschuss fordert den Stadtrat der Stadt München auf, bei der Benennung von Straßen im Stadtbezirk 11 mindestens 90% der neu- oder umbenannten Straßen nach Frauen zu benennen.
Dies soll ab sofort gelten und solange angewendet werden, bis gleich viele Frauen wie Männer geehrt wurden.
Dieser Antrag wurde am 24. Februar 2021 gegen die Stimmen von FW/ÖDP, CSU, FDP und AfD vom Bezirksausschuss angenommen.
Eine Ergänzung der SPD den Vornamen möglichst mitaufnehmen wurde ebenfalls gegen die Stimmen von FW/ÖDP, CSU, FDP und AfD vom Bezirksausschuss angenommen.
Begründung
Mit 9 Straßen im Stadtbezirk, die nach Frauen benannt sind, sind weniger als 4% der Straßen nach Frauen benannt. Dagegen sind 136 Straßen oder 56% der Straßen nach Männern benannt. Dieses Ungleichgewicht wird, auch wenn in Zukunft auf ein ausgeglicheneres Verhältnis geachtet wird, sich nicht wesentlich ändern. Daher kann nur mit konsequentem Gegensteuern eine (langsame) Veränderung herbeigeführt werden.
Mit einer Quote von 90% behält der Stadtrat die Freiheit auch verdiente Männer im Stadtbezirk mit einer Straßen Benennung zu ehren.
Um das Ungleichgewicht schnellst möglichst zu verringern, plädieren wir darauf auf nicht-personenbezogene Straßenbenennungen bis auf weiteres ganz zu verzichten.

Datengrundlage
Die Zahlen in dieser Begründung basieren auf dem OSM Datensatz vom 12. Januar 2021 und dem Straßenverzeichnis der Stadt München vom 7. November 2018.