Besserer Schutz von Grünvolumen in unserem Stadtbezirk und als erstes im Harthof

Der Bezirksausschuss 11 Milbertshofen – Am Hart möge beschließen, die für die erheblichen Baumaßnahmen im Harthof ein aktualisiertes, gesamthaften aktuelles Naturschutzgutachten unter Berücksichtigung der neuen Gegebenheiten zu erstellen.

Dieser Antrag wurde am 28. Oktober 2020 mehrheitlich mit der Ergänzung, der Antrag solle sich auf den gesamten Stadtbezirk 11 Milbertshofen-Am Hart beziehen, vom Bezirksausschuss angenommen.

Begründung

Für die nächsten Jahre sind erhebliche Baumaßnahmen im Harthof geplant, deren bereits geltende oder in Erstellung befindlichen Genehmigungen teilweise auf veralteten oder unvollständigen naturschutzfachlichen Gutachten beruhen. Zur Erhaltung der Bio-Diversität sowie zu Verbesserungen des Stadtklimas muss der Naturschutz neu bewertet werden.

Als Beispiele sind die umfangreichen, großflächigen Neubauplanungen von GWG und BMW zu nennen, die einen erheblichen Eingriff in vorhandene Grünstrukturen bedeuten. Aber auch viele kleinere Baumaßnahmen zeigen aktuell erhebliche, unnötige Eingriffe bis hin zur totalen Räumung von Grünvolumen auf Baugrundstücken. Die Baumaßnahmen haben einen erheblichen Baum- und Grünvolumenverlust zur Folge die sich auch in den folgenden Jahrzehnten nicht mehr neu bilden, die nicht nur klimatische Nachteile mit sich bringen, sondern auch den Verlust von Lebensraum für Füchse, Spechte, Fledermäuse, Turmfalken und vieler weiterer Tier- und Insektenarten bedeuten. Besonders ärgerlich ist dieser Verlust, wenn sie wie zwischen Kämpferstraße und Schliemannweg im neuen Bebauungsplan ersichtlich auf der getauschten Anordnung von Bäumen und Bebauung beruhen. Ähnliche im Vergleich einfach zu ändernde Planungsmängel finden sich in mehreren Bereichen. In Zeiten des massiven Klimawandels und dem erheblichen Verlust von Tier- und Pflanzenarten ist eine gründliche und aktualisierte Begutachtung des vorhandenen Grün- und Artenvolumens aus unserer Sicht eine Pflicht.

Antrag